Such den Sack …

Bis zur Rente ....

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Tag 7 oder es gibt einen Punkt der Rückkehr.

Tag 7 oder es gibt einen Punkt der Rückkehr.

Und der kommt heute. Irgendwann geht es zurück, falls man nicht seine Zelte dauerhaft hier aufschlagen möchte.

Und diesen Punkt werde ich heute erreichen. Aber eins nach dem anderen.

Zum einen habe ich den Beitrag von Gestern endlich um die Bilder ergänzt, will sagen, der geneigte Leser, die geneigte Leserin möge den Beitrag noch einmal aufrufen, zum anderen hatte ich gestern noch eine nette, wenn auch schwierige Unterhaltung mit zwei jungen Franzosen, die mir gestern Nachmittag schon auffielen, da sie ebenfalls mit dem Motorrad anwesend waren. Nun, gegen 22 Uhr erschienen die beiden plötzlich auf meinem Platz, um sich den Vollpfosten anzusehen, der mit einer Z1000 auf große Tour geht.

Wir hatten eine nettes Gespräch, unter anderem über die Strafen, die Motorradfahrer hier in Frankreich erwarten können. Höchst informativ.

So, aber nun zum heutigen Tag.

Wie ja schon angedeutet, habe ich gestern Abend noch eine kleine Tour , ca 110km von meinem TomTom ausarbeiten lassen. Es geht Richtung Saint-Malo, ein letztes Mal die Küste entlang, bevor ich mich auf den Heimweg mache.

Auch diese Idee entpuppt sich als richtig, denn als ich heute Morgen gegen 8 Uhr den Kopf aus dem Zelt halte, droht die aktuelle Temperaturlage bereits mit Graden jenseits der 30, zumindest für Mittags. 22 Grad werden bereits gegen 9 Uhr erreicht. Wo soll das bloß hinführen.

Nach dem obligatorischen Kaffee und wiederum selbstgemachtem Frühstück, mache ich die kleine Japanerin abfahrbereit und wässere meine Kühlweste, die ich noch kurz vor dem Trip, ob der zu erwartenden Temperaturen erstanden hatte? Kurz in Wasser eintauchen, soll angeblich helfen.

Ich verlasse den Platz zu einer, für mich unchristlichen Zeit, also etwa gegen 10 Uhr.

Das TomTom navigiert mich über kleine und kleinste Straßen nach Saint-Malo, teilweise mit Schotter. Soll ich nun bei Schotter stoppen und mir eine GS ausleihen? Ich glaube nicht. Also nehme ich mutig die paar Kilometer unter die Räder und es geht natürlich gut.

Schließlich und endlich komme ich in Saint-Malo an und entdecke, kurz bevor ich rechts abbiege um heimzufahren, einen Aussichtspunkt, der mir unmissverständlich sagen will, „fotografier mich, besser wird’s nicht“.

Ich folge seinem Ruf und erkläre für mich diesen Punkt als meinen persönlichen “ Point of Return“. Von hier aus soll es wieder heimwärts gehen.

Die Temperaturen liegen mittlerweile jenseits meiner persönlichen Wohlfühlmarke von 30 Grad. Meine Kühlweste hat bisher ganz gute Arbeit geleistet. Der Fahrtwind sorgt in Verbindung mit dem verdunstenden Wasser tatsächlich für gute Kühlung. Leider gibt die Weste, die eigentlich für 6-8 Stunden gut sein sollte nach 2 Stunden auf. Kein Wunder, wenn man das Gefühl hat, vor der geöffneten Backofentür zu fahren. Zwischendurch hatte ich die Meinung entgegen nehmen müssen, man könne statt dessen ja auch ein nasses T-Shirt überziehen. Ich möchte dieser Meinung nicht so recht folgen und gebe Folgendes zu bedenken:

Vielleicht sieht ein nasses T-Shirt an einer Fahrerin meines Alters noch recht gut aus, an mir sicher nicht. Ich gebe dann doch eher das Bild eines gestrandeten Wals ab, den Greenpeace versucht, vor dem Austrocknen zu retten.

Die Weste ist von innen trocken und nur von außen nass. Ein nasses T-Shirt könnte da doch eher zu Irritationen führen, wenn die überschüßige Feuchtigkeit in den Schrittbereich abwandert. Denn merke, Inkontinenz fühlt sich ( vermutlich) genauso an.

Und zuletzt, und das scheint mir das wichtigste Argument zu sein, bewegen sich Motorrad fahrendeDamen mit entsprechend preisgünstiger Ausstattung ein Stück weit in den Bereich des, auf Harley-Treffen so beliebten Miss-wet-T-shirt-contests. Und wer, außer Harley-Fahrerinnen oder Harley-Beifahrerinnen will da schon hin.

Ich bleib dann Mal bei meiner Weste.

Der Rückweg gestaltet sich von der Gegend her als durchaus sehenswert.

Ich stoppe auf dem Rückweg noch einmal beim Intermarché von gestern, bunker noch etwas zu Essen, ein paar neue Slipper ( die alten sehen aus, als ob ich damit den Himalaya überquert hätte) und mache mich dann auf den Weg heim.

Die Temperaturen sind zwar unangenehm, aber trotzdem knapp 3 Grad kühler als gestern.

Zurück auf dem Platz, erstmal die Klamotten aus und mit dem zweiten Buch ( ja das erste habe ich tatsächlich schon beendet) eine Verschnaufpause eingelegt.

Und nun beende ich hier, nach 3 lokalen Bieren diese Zeilen.

Gleich muss ich noch meine Sachen zusammen kramen, hat sich doch alles recht nett verteilt.

Die Route heimwärts ist grob geplant. Ich werde sicher hier und da etwas abweichen, aber alles in allem wird es über die Mosel und die Eifel wieder zurück gehen.

Die Temperaturen sollen ab morgen auch wieder mitspielen, also irgendwas im mittleren Bereich von 20 Grad. Klingt gut, hoffentlich trifft es wirklich zu.

Deshalb, stay tuned…….

Kleiner Nachtrag: Mittlerweile, so gegen 20:45 Uhr ist der Himmel bedeckt, der Wind frischt auf und die Temperaturen sind doch erheblich gefallen. Ich überlege, ob ich mir den Kaffee im Zelt kochen soll…..

Gesamtstrecke: 89.88 km
Maximale Höhe: 50 m
Minimale Höhe: 3 m
Gesamtanstieg: 501 m
Gesamtabstieg: -501 m
Download file: Südküste-20190629.gpx

 

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