Such den Sack …

Bis zur Rente ....

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Tag 2 oder Heute mal nur eine Kleinigkeit

Tag 2 oder Heute mal nur eine Kleinigkeit

Das bezieht sich allerdings nur auf die Route, die wir gestern noch ausgearbeitet haben und heute fahren möchten.

Denn schon das Frühstück sprengt die üblichen Dimensionen. Die durchaus starke Tischplatte erfährt eine kaum wahrnehmbare Wölbung nach unten, nachdem alles Notwendige auf den 4qm Platz gefunden hat. Der Brötchenservice funktioniert ebenfalls, so das wir die Wurst tatsächlich nicht auf die blanke Handfläche legen können ….. müssen.

Aber uns steht ja noch die unangenehme Aufgabe bevor, unseren Fahrmaschinen wieder einmal die „gewonnenen“ Gramm schonend beizubringen.
Nun, meine kleine Japanerin, auf Grund ihrer Herkunft eher der arbeitsamen Seite zuzuschlagen erhebt keinerlei Einwände.
Schon schwieriger wird es mit den Fahrzeugen bajuwarischer Herkunft. Zwischendurch murmeln sie durch die Kühlrippen etwas, dass sich anhört wie „IG Kolben & Pleuel“, die sofortige Wahl eines Betriebsrates kann aber dann doch erfolgreich niedergeschlagen werden und um 10 Uhr sind wir unterwegs.

Die Strecke heute soll 160km lang werden, also für Tourenfahrer ein eher kleines Häppchen, daher auch der Titel. Das Wetter spielt dahingehend mit und zeigt sich mit bedecktem Himmel und angenehmen Temperaturen und um es vorweg zu nehmen, das wird auch den ganzen Tag so bleiben.

Wir steuern zunächst kurz nördlich, um dann Richtung Südosten nach Neustadt am Rennsteig zu lenken.

Weiter über Altenfeld, Großbreitenbach nach Böhlen, weiter nach Unterweißbach, Schmalenbuche, Katzhütte, Goldisthal und Alsbach, Lauscha und Steinach, Hämmern und Meschenbach, Mausendorf und Sachsenbrunn, Schönbrunn und Steinbach zurück nach Frauenwald.
Keine Sorge, Track demnächst weiter unten.

Und obwohl die Tour nur 160km lang ist, plus ca. 20km wieder mal für Umleitungen brauchen wir mit Pausen immerhin fast 5 Stunden.

Zum einen, weil wir eben hin und wieder die alten Afterballen etwas entlasten müssen, zum anderen, weil es hier und da etwas zu sehen gibt.
Was Gabi eigentlich immer furchtbar nervös macht, an dem Rolf aber gerne gelassen vorbei fährt.

Ein Schild jedoch, relativ am Anfang der Tour verweist auf, um mit Mario Bart zu sprechen: „Achtung, kein Witz, wirklich wahr, kein Witz“……..
das 1. Deutsche Knödelpressenmuseum!!
Mir ist schlagartig klar, das es auf unabsehbare Zeit nicht nur das 1. sondern vermutlich auch das einzige sein wird, da die einzigen 10 Europäer, die sich in den kleinen Ort verirren und zudem noch als Hobby das Sammeln von Knödelpressen aus dem 18. Jahrhundert haben, das also genau diese 10 Herrschaften bereits vor 5 Jahren, am Tag der Eröffnung da waren und das Museum seitdem eher im Dornröschenschlaf verweilt.
Auch wir wollen es nicht wecken und fahren vorbei.

Aber, tatsächlich entlang der Strecke eine „Sehenswürdigkeit“ nach der anderen. Würde man dort überall anhalten, eine Tour von 50km wäre schon zu lang.

Wir konzentrieren uns daher lieber auf das Fahren, verheddern uns 2 mal, weil der IT-Mensch, der die Tour vorbereitet hat, dieser mittlerweile bekannte Lederstrumpf für Arme, den Routenpunkt mit zittriger Hand falsch gesetzt hat. Zu allem Überfluß glaubt er seinem Navi mit der von ihm erstellten Route mehr, als dem gesunden Menschenverstand seiner Mitreisenden und endet einmal schließlich auf einem Feldweg, der selbst mit Traktoren nur schwer zu befahren wäre.
Die intelligenteren 2 Drittel der Truppe bleiben etwas zurück und warten bis dieser Marco Polo für Minderbemittelte mit schlammverkrusteten Straßenreifen wieder auftaucht.

Nichtsdestotrotz kommen wir nicht nur voran, sondern schließlich auch dahin, wo wir hinwollen.
Unterwegs gibt es noch den üblichen Kaffee mit Kuchen (Kuchen nur für die intelligenten 2/3 der Gruppe, Marco grämt sich noch, ob seiner nicht vorhandenen pfadfinderischen Fähigkeiten) und so landen wir nach knapp 5 Stunden (inkl. Pausen) wieder in Frauenwald.

Schöne Straßen, allenthalben und ein angenehmes Fahren, insbesondere auf Straßen, die auf Grund der Kurvenhäufigkeit im Ruhrgebiet mit 50er-Schildern zugepflastert wären, hier aber freie Bahn bieten. Eine Wonne.

Ja, dann ist da noch das Abendessen ………… das wir im selben Restaurant wie gestern einnehmen, schon deshalb weil Rolf umgehend gestern einen Tisch für heute bestellt hat …… und dann muss man ja ……. das wäre ja unhöflich ……
Man muss aber auch bemerken, das es das einzige Restaurant im Ort ist und somit erübrigen sich die Diskussionen.

Bei der Zwei-Drittel-Intelligenzia sind die Portionen wieder riesig, ich komme mit meiner Portion Eisbeinsülze glimpflicher davon.

Und danach schnell noch einen Schlummertrunk und die Route für Morgen festgelegt.

Und davon dann morgen mehr.
Deshalb, stay tuned………

Gesamtstrecke: 179.12 km
Maximale Höhe: 0 m
Minimale Höhe: 0 m
Gesamtanstieg: 0 m
Gesamtabstieg: 0 m
Download file: Thueringen-Track-20190901.gpx

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