Such den Sack …

Bis zur Rente ....

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Tag 14 oder wie immer das Fazit zu Hause…

Tag 14 oder wie immer das Fazit zu Hause…

Wer hier hin und wieder „mitliest“, der weiß, am Ende kommt immer mein Fazit.
Aber zunächst musste ich heute morgen noch von Niederkassel nach Oer-Erkenschwick.
Diesmal allerdings nicht über „schön“ sondern direkt über die Autobahn.

Uli hat gestern Abend noch einmal die Auswärtsküche in seiner Stammkneipe angeworfen, bzw. anwerfen lassen und wir haben mit ein paar Kölsch (ja, muss man mal gemacht haben, reicht dann aber auch…) die Tour gedanklich noch einmal abgewickelt.
Und bevor Uli nun wieder in das Rentnerkoma fällt, hatte ich ihn gebeten, zum Abschluß einen Gastbeitrag zu schreiben. Gestern Abend ging das natürlich nicht mehr, da Fußball-Deutschland spielte und da geht ja beim Fans bekanntlich nichts anderes…..
Aber, heute Mittag hatte ich dann Uli’s Zeilen in meinem digitalen Postfach und möchte sie der geneigten Leserschaft natürlich nicht vorenthalten.

Über meine Reise heute morgen, nach einem erbaulichen Frühstück (ebenfalls auswärts, wenn keine Frau im Haus ist, scheint der Mann Essens-technisch aufgeschmissen zu sein) verabschiede ich mich von meinem Cousin, übrigens dem einzigen, den ich in der ganzen Familie habe, sowohl mütterlicher- als auch väterlicherseits. Das schweißt zusammen……

Ich finde recht schnell den Weg auf die Autobahn und bin nach knapp 2 Stunden und ein paar Staukilometern ebenfalls wieder in heimischen Gefilden.
Naja, der Rest ist klar und jetzt beim Schreiben dieser Zeilen ist alles ausgepackt, die Wäsche erledigt und die erste Sitzung im Studio nach dem Urlaub „abgesessen“.

Und nu, mein Fazit.
3330 Kilometer sind es trotz der geänderten Strecken doch geworden, plus 240 Kilometer An- bzw. Abfahrt Oer-Erkenschwick – Niederkassel – Oer-Erkenschwick. Damit gebührt der Pokal für die weiteste Strecke eindeutig mir. „Ich danke der Akademie, meinen Eltern und der Jury……“

Alles ist glatt gelaufen, weder Mensch noch Maschine kamen zu schade.
Den Satz keiner blieb zurück kann ich leider diesmal nicht anpinnen. Wir sind zu dritt gestartet und zu zweit zurückgekommen. Schade, beim nächsten Mal läuft das anders, Kurt.

So, und nun genug von mir, jetzt kommt Uli zu Wort…….

Liebe Mitleser bzw. Neugierige auf den „Boss“.

Ich (von Michael als „Boss“ bezeichnet) stelle mich erst einmal vor.
Ich heiße Ulrich Walter Otto Paul Hüllenhagen im folgenden Uli genannt.
Ich bin 74 Jahre alt, hatte 95 kg vor Fahrtantritt, am Ende waren es noch 92,5 kg.
Ich bin ein echter Hüllenhagen (ein wenig bekloppt aber pflegeleicht) und somit der Cousin von Michael. Ihr denkt sicher, das kann jedem passieren, ja aber ich war auserkoren, diese Position einzunehmen. Da er jünger ist als ich, habe ich oft ein Auge zudrücken müssen, nicht jeder hat die Erfahrung eines seit 9 Jahren tätigen Rentners.
So, nun zu unserer Fahrt.
Vor Fahrtantritt träumte ich von einer gemütlichen Fahrt im Dreivierteltakt, die Kurven leicht singend zu bewältigen, in diversen Orten unter Bäumen auf dem Marktplatz einen Kaffee einnehmen und einen leichten Sonnenbrand beim Fahren zu bekommen. Nein-Nein-Nein! Da wäre ich wohl mit meiner Rentnergang unterwegs gewesen. Michael führte von Tag 2 bis Tag 12 die Route vor mir an (sein Name war „Navigator“) und was ich nicht verstand war, sein Navi wollte immer rechts und meins fast immer links. Obwohl wir den gleichen Holländer (TomTom) drin hatten, waren die Wege unterschiedlich. Wäre alles nicht so schlimm, wenn sein Navi nicht immer eine maximale Strassenbreite von einem PKW bevorzugt hätte und die Pässe eher etwas für Steinböcke gewesen wären.
Aber Michael, der ein ausgezeichneter Fahrer mit seiner Goldwing ist, fuhr mir regelmäßig davon. Ich wurde leicht depressiv. Aber er hatte ja auch ca. 140 PS und ich war mit einem Wert von 64 PS eben unterlegen. Ich hatte Muskelkater in den Oberschenkel vom vielen Schalten, ging aber alles spurlos an mir vorbei. Alle Pässe und Feldwege (mache führten auch durch Gehöfte) wurden von mir auch gemeistert, allerdings glaubte ich, sein Navi mag mich nicht. Den Glauben an eine schöne Route hatten ich endgültig verloren, als in der Mitte der Strasse das Gras in ausreichender Menge wuchs. Da war mir klar, sein Navi will mich niedermachen.
Aber wir hatten auch, kaum zu glauben, tolle Erlebnisse und Eindrücke. Beispiele sind der Blick auf Aix les Bains und den See, die Brücke von Millau (für mich ein Weltwunder), der „Pont du Gard“ in Remoulin, das „Palais du Papes“ in Avignon, der Blick von Chamonix auf den Mont Blanc, der leider sehr verregnete Blick auf den „Vierwaldstätter See“ und natürlich traumhafte Ausblicke auf die Landschaften an allen Tagen.

So, nun zu Michael. Mit ihm würde ich sofort wieder losfahren (natürlich woanders hin), aber es gibt unter uns Hüllenhagen familiäre Eigenschaften, die erwähnt werden müssen. Eine davon kann Michael perfekt. Er hat auf alle meine Sätze und Vorschläge oder auch nur Bemerkungen noch einen Nachsatz. Das nervt! Lieber Michael, da müssen wir dran arbeiten, denn wie heißt das Sprichwort “ Reden ist Silber, ……..“. Ansonsten hatte er nur noch den in der deutschen Bevölkerung fest etablierten Sprachfehler, dass „als“ und das „wie“ richtig zu artikulieren. Schwamm drüber, wenn das alles ist, reden wir von Harmonie.

Ich hatte natürlich auch meine Macken, kann mich aber an keine erinnern. Dafür hatte ich große Schwierigkeiten den Furka-Pass zu fahren. Der Furka ist ein Pass der Kategorie 3, darf nur von geübten Bikern befahren werden. Ich bin nicht schwindelfrei und durfte somit nicht über den Straßenrand nach unten gucken. Die Serpentinen und Spitzkehren waren da schon eine extreme Herausforderung. Es war sehr aufregend, aber ich habe es geschafft und bin stolz darauf. Einen weiteren Pass in St. Malene (kurz vor Millau), der einfach an die Felswand genagelt wurde und nur aus extremen Spitzkehren bestand, habe ich den Suizidgefährdeten überlassen.

Jeder Tag endete in einem Lokal, Restaurant oder einer „Kneipe“. Es wurde gut gegessen und getrunken. Bier (ich) und Pastis waren unsere Grundnahrungs-Getränke und ab und zu auch mal ein Schnäpschen. Allerdings waren wir uns beim Salat uneinig. Michael vertilgte ihn sofort, ich aber lies ihn noch einmal durchs Schwein gehen und aß ihn dann. Geschmacklich waren die Schnitzel dann auch von einem Hauch Gemüse umgeben.

So dass in Kürze.
War einfach super und die Tour ist einfach empfehlenswert. Leider war unser dritter Mann ja bereits am ersten Tag wegen Disharmonie mit seinem Bike von uns gegangen (fuhr Heim). Es wäre schön gewesen, wenn er unsere Runde mit seinen spaßigen Humor noch bereichert hätte. Dann eben das nächste Mal.

Denk positiv und bleibt gesund, Euer Uli (simply the Boss)

Ulrich Walter Otto Paul Hüllenhagen (Niederkassel-Rheidt, den 08.06.22)

Ich noch mal……
Lieber Uli,
grundsätzlich siehst Du, habe ich keinen Deiner Vorschläge (Ändern, Kürzen, Wegwerfen) beherzigt und Deine Zeilen 1 zu 1 übernommen.
Gut, meine PS-Zahl stimmt nicht, aber sonst alles jutti.
Und für Dich, natürlich auch für andere Interessierte, habe ich eine Druckfunktion in die Berichte eingefügt.

In diesem Sinne, bess dehmnäx ……. und stay tuned.

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