Such den Sack …

Bis zur Rente ....

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Tag 11 oder auf dem Heimweg mit Zwischenstop

Tag 11 oder auf dem Heimweg mit Zwischenstop

Gegen 7 Uhr weckt mich die Tatsache, das es ruhig ist.
Wer meinen Eintrag von gestern gelesen hat, wird verstehen, das mich das erstaunt.
Ich wage es also, den Kopf aus dem Zelt zu stecken, in der Hoffnung den Platz leer vorzufinden …..

Ich komme kaum dazu, die Enttäuschung über das immer noch vorhandene Zelt des Wanderers aufkeimen zu lassen, da werde ich schon geradezu unverschämt freundlich verbal umarmt.

Bevor das Gespräch nun ähnlich tief wird, wie am gestrigen Abend, flüchte ich in den Sanitärbereich, wo ich mich 10 Minuten ungestört aufhalten kann.

Kaum zurück packe ich meine Campingausrüstung, nicht ohne von meinem Zeltnachbarn eine rednerisches Grundrauschen zu erhalten, das in Teilen dem Rauschen einer Meeresbrandung ähnelt, aber eben nur in Teilen.

Da ich nunmehr in einem Alter bin, in dem ich tatsächlich meinen geistigen Fokus auf die Tätigkeit des Einpackens richten muss, um nicht wichtige Ausrüstungsgegenstände zurück zu lassen, ist das Gespräch recht einsilbig.

Was meinen Gesprächspartner zu der Frage bewegt, ob ich ein Morgenmuffel wäre. Er drückt sich etwas vorsichtiger aus, meint aber dasselbe.

Ich teile ihm meine oben dargestellte Meinung zur Fokussierung im Alter mit, was er zwar versteht, aber nicht so weit, das er von mir als Gesprächspartner ablässt.

Ich packe also weiter zu Ende und mache mich gegen 9 Uhr auf den Weg.

Mein TomTom hat mir bereits gestern eine Fähre von Glückstadt nach Wischhafen über die Elbe angeboten.

Diese Fähre erspart mir einige Kilometer an Hamburg vorbei und so erreiche ich die Fähre gegen 10 Uhr und freue mich, das die Warteschlange wider Erwarten nicht so lang ist.

Und tatsächlich erscheint die Fähre bereits knapp 20 Minuten später und ich kann mit einigen anderen Bikern an Bord.

Entspannt geht es in ca. 20 Minuten über die Elbe und in Glückstadt nehme ich die Fahrt wieder auf.

Im Verlauf der heutigen Reise bin ich erstaunt, wieviel angenehme und teilweise kurvenreiche Straßen der Norden doch bietet.

Es wird eine vergnügliche Reise, obwohl die Temperaturen recht schnell wieder in einen unkomfortablen Bereich steigen.

Ich erreiche Dornumersiel gegen 14 Uhr. Die Freund hatten mir per Whatsapp übermittelt, wo ich den Schlüssel finden kann. Ich ziehe es trotzdem vor, auf sie zu warten.

Wir sehen uns nur knapp 1 Stunde später, als sie von einer Radtour zurück kommen.

Der Rest des Tages wird vergnüglich, mit einem gemeinsamen Abend im Restaurant und anschließendem „Sit in“ im Garten.

Erwähnenswert ist sicher das Restaurant, das wir aufsuchten.

Zum einen positiv, da das Essen lecker ist und sich durchaus in einem vernünftigen Preisrahmen bewegt, was an der Nordseeküste nicht immer der Fall ist.

Zum anderen negativ und das hat folgenden Grund.
Wir bestellten für die kleine Marlene als Getränk eine Apfelschorle und es entstand folgendes Gespräch:

Vater: Bitte eine kleine Apfelschorle für das Kind, mit Strohhalm.
Bedienung: Strohhalm gibt es nicht. Das Glas ist zu klein und der Strohhalm zu lang.
Vater: Dann schneiden Sie den Strohhalm doch in der Mitte durch?
Bdienung: Das geht nicht, wir haben keine Schere!

Konsterniert läßt uns die freundliche aber wenig hilfsbereite Bedienung zurück………

Wenig später kommt eine Apfelschorle in einer Größe, die eigentlich jeden handelsüblichen Strohhalm hätte aufnehmen können.
Marlene zeigt sich natürlich enttäuscht, wir schaffen es aber mit vereinten Kräften, sie von dem Gedanken an einen Strohhalm geistig zu entfernen.
Und es wird doch noch ein vergnügliches Essen.
Marlene nutzt meine Sahnesoße, die ich zu dem Matjesfilet bekommen habe, um ihre Pommes einzutauchen, denn ihr Kinderteller kam zwar mit den Kartoffelstäbchen aber ohne Ketchup.
Wir wagten alle nicht, die hauseigene Kundendompteuse um die Lieferung allseits bekannter Tomatenzubreitung zu bitten um nicht noch mehr Unzulänglichkeiten im hiesigen Gastronomiegewerbe aufzudecken.

Ich steige am frühen Morgen, ja es war tatsächlich 0:30 Uhr unter den Dachboden und schlafe dort selig seit langem wieder in einem Standardbett ……..

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