Such den Sack …

Bis zur Rente ....

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Tag 6 oder heute keine Umleitung!

Tag 6 oder heute keine Umleitung!

Das liegt aber nun nicht an dem thüringischen Straßenverkehrsamt, das über Nacht alle Baustellen geschlossen hat ……..

…. sondern eher an der Tatsache, das wir heute mit Bus und Bahn unterwegs sind.
Der Mensch kann, besonders im höheren Alter nicht nur auf dem Zweirad sitzen, nein, hin und wieder darf es auch mal ein Tag Pause sein.

Daher zieht es uns heute nach Erfurt, eine Stadt mit Geschichte und jeder Menge altem Gemäuer, das besichtigt werden muss.

Wir haben für die, auch hier zu entrichtende Kurtaxe eine Gegenleistung in Form eines Passes bekommen, der es uns ermöglicht, den ÖPNV kostenlos zu nutzen. Also zumindest bis nach Ilmenau, also über den Berg und dahinter wieder runter.
Nun liegt Frauenwald ein wenig einsam und die Busverbindungen sind daher spärlich. Um nicht auf den 12km bis Ilmenau bereits 1 mal umsteigen zu müssen, muss der Bus um, Achtung, 7:28 Uhr genommen werden.
Mithin mitten in der Nacht, wenn man davon ausgeht, das wir im Urlaub sind.

Es klappt, wenn auch widerwillig.
Wir stehen gegen 7:20 Uhr an der Bushaltestelle und warten unter bedecktem Himmel und bei nicht mehr als 12 Grad auf das Brummen von einem Diesel und der Diesel kommt pünktlich, zu unserer einhelligen Freude vollbesetzt mit Schulkindern. Recht so, die Ferien sind vorbei, das harte Leben hat wieder begonnen.

Gabi und Rolf erhaschen einen Platz inmitten der Jungspunde, die, mit entsprechender Lautstärke ihrem Schultag entgegenfiebern.
Als an der nächsten Haltestelle eine weitere Schüppe zukünftiger CEO´s in Weltunternehmen den Bus betreten, dreht sich der Kleine mit der DEKRA-Kappe, offensichtlich also Schumi- oder Vettel-Fan neben Gabi zu ihr um und fordert sie auf, aufzustehen, da säße immer sein Kumpel, der gerade in den Bus eingestiegen sei.
Okay, als wir in dem Alter waren, lief das umgekehrt.
Und so bleibt Gabi sitzen und der junge Kumpel muss sich zwischen Jung-Vettel und Älter-Gabi zwängen. Passt schon.

Gottseidank entspannt sich die Lage für alle drei ein paar Stationen weiter. Die angehende Benimm-Elite verläßt das Gefährt, übrig bleiben ein paar Alte, wir eingeschlossen, die bis nach Ilmenau wollen.

Am Bahnhof konsultieren wir das heimische Servicepersonal, zwecks günstiger Fahrkarten, bekommen klare Anweisungen und stehen 2 Minuten später entnervt vor dem Fahrkartenautomaten, der ums Verrecken nicht die Fahrkarten ausspucken will, die wir gerne hätten.
Man klärt uns auf, das die von uns gewünschten Fahrkarten erst ab 9 Uhr in dem Automaten zur Verfügung stehen. Welche Technik! Jetzt ist es 8:10 Uhr.

In der Nähe winkt ein Bistro und da wir früh raus mussten, lockt ein erstes Frühstück.
Ich belasse es bei einem Pilotenteller (schwarzer Kaffee, Zigarette) Rolf und Gabi zwingen die Büffetkraft zur vollständigen Herstellung eines Rührei mit Verziehrung …….. na wohl bekomms.

Um kurz nach 9 verläßt der Zug den Bahnhof Richtung Erfurt, mit uns.
Die Fahrt dauert knapp 1 Stunde und schon sind wir mitten in der Großstadt.

Die Touristeninformation soll der erste Anlaufpunkt sein, da sich die beiden Weltenbummler einen genauen Plan machen wollen, was genau, wann genau zu besichtigen ist. Ich lauf mal hinterher.

Nun mag es dem ein oder anderen am Ende auffallen, hoppla, wo sind die Fotos?
Noch auf Gabis und Rolfs Handy. Beide nunmehr „randvoll“ mit historischen Gassen, Gebäuden und Menschen. Die Speicherkarte prall gefüllt und vielleicht findet noch das ein oder andere den Weg in diesen Blog. Ich will es dann gerne nachpflegen.

Bis dahin:
Infos zu Erfurt auf Wikipedia hier.
Touristeninfos hier.
Alles andere wäre Eulen nach Athen tragen.

Wir verbringen ein paar unterhaltsame Stunden in dieser Stadt. Wie oben schon erwähnt kriecht der Dunst der Historie aus allen Winkeln und Ritzen und wir wandern von einem geschichtsträchtigen Fleck zum nächsten.
Dazwischen, man ahnt es ja fast, Zwischenstopps für Kaffee, Eis und Thüringer Bratwurst. Natürlich mit zeitlichem Abstand.

Doch irgendwann ertönt der leise Ruf des Fahrplans. „Wanderer, willst Du preiswerten Fusses nach Frauenwald zurückreisen, so spute Dich“.
Irgendwie lass sich der Fahrplan gestern relativ lückenhaft und man hätte vermuten können, das nach 17 Uhr nichts mehr geht.
Gut, wir sind nicht von hier und auch nicht besonders ÖPNV-erprobt. Aber um 15 Uhr zieht es uns wieder Richtung Bahnhof, um nicht im Zweifelsfall irgendwann mitten im Wald oder im Taxi zu enden.

Ganz so schlimm, wie wir es vermutet hatten, ist es dann aber doch nicht.
Der Zug bringt uns umgehend zurück nach Ilmenau, wo wir nach einer halbstündigen Zwangspause in den Bus steigen, der uns nach Frauenwald bringt.Allerdings müssen wir unterwegs, entgegen der morgendlichen Verbindung einmal umsteigen. Und diese Tatsache hatte uns wohl gestern irritiert.
Aber, ganz klar, wir haben es zurück geschafft, eine Benachrichtigung meiner Familie kann also unterbleiben.

Auf dem Rückweg zum Bahnhof in Erfurt haben Gabi und Rolf noch etwas Brot und Wegzehrung fleischlicher Art abgegriffen und man ahnt was gegen 19 Uhr passiert.
Da werden die Messer gewetzt, die Zähne werden länger und wiedereinmal biegt sich die Esstischplatte unter der Last.

Kaum zu fassen.

Nun, der heute lange Weg per pedes in Verbindung mit der frischen Luft ohne Umweg über die Helmbelüftung, sowie ein knappes Kilo an Wurst und Käse auf ca. 100 Gramm Brot tun dann aber ein Übriges und so sitze ich bereits gegen 22 Uhr allein in der Küche und schreibe diese Zeilen.

Meine Mitstreiter haben es aber noch geschafft mit mir eine Tour für morgen auszuarbeiten, also machen wir uns auch am letzten Tag nicht planlos auf den Weg.

Davon dann aber morgen mehr.
Deshalb, stay tuned.

Ps.: Von dem „Ausritt“ gibt es natürlich kein GPX-Track…….

Nachtrag am 6.9.:
So hier nun mit Bilder aus dem Hause „Fotografien Sehlmeyer und Söhne“….

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