Such den Sack …

Bis zur Rente ....

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Tag 4 oder wie lange braucht ein Geier zum Verdauen?

Tag 4 oder wie lange braucht ein Geier zum Verdauen?

Diese Frage erscheint in keinem Zusammenhang zu unserem heutigen Tag zu stehen, aber gemach, gemach, es wird weiter unten aufgelöst ……….

Wir haben heute viel vor, daher treibt mich die senile Bettflucht bereits um 6:50 Ubr aus den Federn an die Kaffeemaschine. Kaum 10 Minuten später sitze ich mit einem Heißgetränk meiner Wahl im Garten, genieße die Ruhe und den Sonnenaufgang, wie im Beitragsbild zu sehen ist und harre der Dinge, die da kommen müssten. Kommen sie aber nicht.
Meine Mitreisenden kommen nicht aus dem berühmten Quark, um ihr Ponem aus den Daunenfedern zu erheben.
Ich setze also eine zweite Kanne Kaffee auf, in der Hoffnung, das der Duft der gemahlenen Bohnen in Verbindung mit dem glucksenden Geräusch des kochenden Wassers evtl. den Hahn des Nachbarn ersetzt. Gut, das klappt dann doch halbwegs.
Gottseidank, denn der Terminkalender weist ein paar Einträge mehr auf.

Nach dem Früstück überfallen wir den hiesigen Metzgerladen um uns mit Wurstwaren für den Abend einzudecken. Denn heute bleibt die Küche eine kalte, wir versorgen uns selber.
Nach dem Metzger war eigentlich das hier nicht weit entfernte Bunkermuseum angedacht. Da wir den Termin für die erste Führung um 10 Uhr bereits versäumt haben und nicht 1 Stunde Wartezeit in Kauf nehmen wollen, fahren wir
a) an dem Museum vorbei
b) direkt zur nächsten Tankstelle um dann ……
c) direkt den nächsten Punkt unserer Tour anzusteuern.

Und der liegt in Saalfeld, genauer bei den dort ansässigen Feengrotten.

Ein altes Bergwerk, in dem früher, also bis vor ca. 100 Jahren, Alaunschiefer abgebaut wurde. Alaun? Alaun? Da klingelt doch irgend etwas.
Richtig, der gute alte Alaunstift, der früher bei Opa immer direkt neben dem Rasiermesser oder dem Rasierpinsel lag und im Falle des Falles, also wenn Opa noch keinen ersten Schnaps oder den ersten Parkinsonanfall des Tages hatte, beim Stillen der daraus entstandenen Blutung helfen sollte und auch half.
Nun gab es mehr als diese eine Anwendung für Alaun, aber nichtsdestotrotz kam der Abbau zum erliegen.

Wir möchten uns das Ganze bei einer Führung unter Tage erklären lassen und wir müssen nicht lang warten.
Die Führung kann kurz nach unserem Eintreffen beginnen. Wir bekommen zum Schutz unserer Kleidung wenig kleidsame Umhänge, mit denen Rolf und Ich eher wie Hogwarts Hausmeister, denn interessierte Bergwerksbesucher aussehen. Gaby trägt ebenfalls einen solchen Umhang, hat mir aber schon im Vorfeld verboten, irgendwelche Vergleiche zu ziehen. Ich halte mich dran.

Die Führung ist tatsächlich kurzweilig und nach einer knappen Stunde erreichen wir wieder das Tageslicht und erlauben uns nach dieser Grubenfahrt einen Kaffee.

Trotzdem müssen wir uns ein wenig sputen.
Für den zweiten Haltepunkt haben wir uns gestern die Burg Greifenstein in der Nähe von Bad Blankenburg auf den digitalen Spickzettel notiert.
Nicht, weil wir nach dem Besuch der Klosterruine am gestrigen Tag unsere archäologische Ader entdeckt hätten. Vielmehr bietet die Burg neben altem Gemäuer auch eine Falknerei mit Vorführung, allerdings nur einmal am Tag und eben darum müssen wir uns sputen.

Um die Spannung vorweg etwas herauszunehmen. Ja, wir schaffen es pünktlich, wenn auch etwas aus der Puste, da die letzten Höhen- und Streckenmeter vom Parkplatz per pedes erledigt werden müssen.

Aber eben auch rechtzeitig und kaum das wir Platz genommen haben, beginnt der Falkner seinen Vortrag, assistiert von 2 jungen Kolleginnen.

Und so werden wir denn in Leben und Wirken einheimischer und ausländischer Greifvögel eingeführt, nicht ohne immer wieder das angesprochene Tier vor und über uns kreisen zu lassen.
Nun werden diese Tiere immer mit Futter dazu bewogen, ihre Kreise zu ziehen und just in dem Moment, als ein „Was-weiß-Ich-Geier“ direkt über mich hinweg schwebt, just in diesem Moment streift der Titel des heutigen Tages quasi als Frage meinen Hirnaußenbereich.
Ein Vogel von 5 Kilo könnte ja locker…… also wenn er schnell verdaut ……… und interessanterweise ja immer ohne das eigene Gefieder zu bekleckern ……. wieviel Gramm kommen da zusammen und welchen Durchmesser hätte ein Fleck bei ca. 2m Abwurfhöhe auf schwarzer Motorradkleidung?
Reine Physik!!

Ich darf beruhigen. Wir haben die Veranstaltung alle unbekleckert verlassen. Ich nehme allerdings aus dieser Veranstaltung den für mich wichtigen Aspekt mit, am Strand, wo Möven sind …….. immer nur dunkle Eissorten zu essen. Habe ich mir vorgenommen. Übrigens auch ein Tip für Rolf, den alten Eisbären…….

Der Veranstaltung folgt noch ein Besuch der Burgruine und natürlich des Außenbereichs der Burggastronomie. Gelegentlich komme ich mir doch vor, wie auf einer Kaffeefahrt. Aber psssst. Müssen die Beiden ja nicht wissen…….

Wir machen uns auf den Weg zurück. Bisher haben wir den Straßensperrungen und den damit verbundenen Umleitungen ein Schnippchen schlagen können, denn wir lernen dazu.
Die Sperrung kurz nach bzw. in Bad Blankenburg hat es aber in sich, da weit und breit kein Umleitungshinweis zu finden ist.
Und so landen wir quasi auf der falschen Seite des Bachlaufes und entfernen uns kilometerweit von unserer ursprünglich geplanten Route.
Schließlich und endlich geben wir auf und fahren die restlichen 50km auf der Route zurück, auf der wir gekommen sind. Die Afterballen danken und der Magen tut es auch.
Noch ein Zwischenstopp bei unserem REWE-Markt und um ca. 18 Uhr sind wir zu hause.

Und hier beginnt um 19 Uhr „das leichte Abendbrot“.
Ich mache von der Aufschnittplatte kein Foto, da das Weitwinkel dafür nicht ausreicht. Von der Käseplatte kann ich kein Foto machen, da bei Annäherung an den, eigentlich in Bleipapier eingepackten Weichkäse mit dem durchschlagenden Aroma von weniger als 2m die Linse beschlägt.

Ob wir morgen ob des Überfusses noch die Treppe herunterkommen, kann ich noch nicht mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit sagen.
Mehr dazu morgen.

Stay tuned ……..

Gesamtstrecke: 154.18 km
Maximale Höhe: 0 m
Minimale Höhe: 0 m
Gesamtanstieg: 0 m
Gesamtabstieg: 0 m
Download file: Thueringen-Track-20190903.gpx

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