Such den Sack …

Bis zur Rente ....

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Tag 09 oder endlich Regen …..

Tag 09 oder endlich Regen …..

Dieser Wunsch klingt für einen Motorradfahrer durchaus abwegig und so flehend ist er eigentlich nicht gemeint. Die letzten Tage hier waren erfreulich sonnig, aber unerfreulich warm. Über 30 Grad war Pflicht.
Und auch gestern sind wir bei solchen Temperaturen in GAP angekommen.

Nun können wir uns heute morgen, was die Temperaturen angeht nicht beschweren. Bereits um 9 Uhr „umschmeicheln“ uns knapp 20 Grad, aber der Himmel ist in Richtung Berge durchgehend zugezogen.
Nach dem Frühstück machen wir uns also auf den Weg nach Albertville, wo wir unser nächstes Domizil gebucht haben.
Leider hält die Wolkendecke nicht lange und beschert uns nach ein paar Kilometern eine nicht wegzuredende Inkontinenz, die uns zum ersten Mal auf der Fahrt zwingt, unsere Regensachen über zuziehen. Die weitere Fahrt wird etwas „feuchter“, nicht nur, weil der Regen, mal spärlich, mal schutz gemahnend heftig den Weg nach unten findet, nein, Regenklamotten sind keineswegs atmungsaktiv und so entwickeln wir nach ein paar Kilometern ein eigenes Feuchtbiotop unter der Pelerine und das, während wir von Ort zu Ort fahren, ohne zwischendurch Landstraße unter den Rädern zu haben.
So müssen wir uns mit 30 – 50 km/h Richtung Albertville schlagen.

Aber, was heißt „müssen“. Irgendwann biege ich links ab, auf den Parkplatz eines Intermarche-Supermarktes und hole ein paar kalte Getränke und etwas Brot für die Mittagspause. 1 Wurst ist ja noch im Topcase bevorratet.
Ohne Regensachen und weniger dehydriert geht es weiter, nicht ohne vorher der Route ein wenig Gradlinigkeit genommen zu haben. Und so schrauben wir uns wieder etwas in die Berge, ohne allerdings Spitzkehren der übelsten Art fahren zu müssen.
In Crèts-en-Belledonne machen wir an einem kleinen See halt, um ein verspätetes Mittagspäuschen einzulegen, immerhin ist es schon fast 14 Uhr.
Das Mittagspäuschen beinhaltet natürlich einen kleinen Snack, damit die älteren Herrschaften auf dem Weg nicht plötzlich völligst unterzuckert aus dem Sattel fallen…..

Den Rest der Strecke erledigen wir über Hauptstraßen und gegen 15:30 Uhr erreichen wir bei strahlendem Sonnenschein und wieder unangenehm hohen Temperaturen unsere Auberge Costaroche in Albertville.

Klamotten hochgebracht, dann umgezogen und für ein erstes Bier an die Rezeption, das dauert nicht länger als ein paar Minuten. Und so genießen wir ein kühles Blondes im Schatten.

Während dessen versuche ich herauszukriegen, mit welchem Gehradius ich heute bei meinem „Nachfahren“ rechnen kann, im Bezug auf per pedes erreichbare Restaurants.
Nach einigem Hin und Her einigen wir uns sinnigerweise auf ein Kettenrestaurant, das eigentlich vornehmlich amerikanisches anbietet. Eigentlich ein Sakrileg, aber Uli murmelt das weg.

Ich offenbare ihm, das der Burgerschuppen knapp 2,6 Kilometer und 30 Gehminuten entfernt ist.
Uli hustet kurz und murmelt dann irgendwas von Taxi………….

Der Regen von heute Mittag hatte unangenehm viel Staub mitgebracht und so sehen die Moppeds entsprechend aus. Was Uli gestern, als es sich um zertrümmerte Insekten handelte, nicht störte, stört ihn heute. Er lässt sich voller Tatendrang einen Eimer mit Wasser und einen Lappen geben und fängt schwungvoll an zu putzen.
Der Schwung geht kurz hinterm Tank zu Ende und nur durch meinen Zuruf erhalten die Satteltaschen eine kurze „Feudeleinheit“ sonst hätten die auch zusehen können, wo sie bleiben, genauso wie die Chromteile….
Ja, so ist das in der Welt der Technik. Der Ingenieur kann sich in der Theorie eben stundenlang mit einem Problem befassen, die Praxis führen dann meistens andere zu Ende, auch wenn dem Ingenör nichts zu schwör ist, wie es so schön heißt……

1 Stunde später mache ich mich zu Fuß auf den Weg und komme 30 Minuten später am Restaurant an.
Uli braucht mit dem Taxi zwar nicht so lange, kommt aber trotzdem 15 Minuten später.
Erklärung: Er wartet auf das Brummen von einem Mercedes Benz, aber es brummt net. Will sagen, er wartet etwas länger auf ein Taxi.

Egal, etwas TexMex-Küche hilft uns wieder auf die Beine und ich lasse mich für den Rückweg, Schande über mein Sportlerhaupt, zu einer Fahrt überreden.

…und nun liegt Uli gegen 21:40 Uhr vermutlich schon fast in Morpheus Armen, während ich noch diese Zeilen aufs digitale Papier bringe.
Aber mehr gibt es nicht zu erzählen und daher mache ich jetzt auch Schluß.

Bis morgen, stay tuned ……

Gesamtstrecke: 369.95 km
Maximale Höhe: 0 m
Minimale Höhe: 0 m
Gesamtanstieg: 0 m
Gesamtabstieg: 0 m
Download file: 22-Frankreich-Tag-09.gpx

2 Replies to “Tag 09 oder endlich Regen …..”

  1. Hi, hi Du alter Sack (wir sind älter) Grüsse aus Norwegen, wie Du der Eröffnung der Rede entnehmen kannst. Wir folgen wir immer mit Spannung Deiner launigen Tourbeschreibung. Ein Abendhighlight auf unserer Nordlandtour. Mach bloss weiter so. Rolf und Gabi

  2. Ich gebe mir Mühe, kann aber nicht immer für zeitlich korrekte Erscheinung garantieren. kommt immer auf die Pflegebedürftigeit meines „Nachfahren“ an.
    Euch Beiden weiterhin schöne Tage im Norden ….

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