Such den Sack …

Bis zur Rente ....

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Tag 06 oder das wird jetzt emotional……

Tag 06 oder das wird jetzt emotional……

Nanu, wird sich jetzt der geneigte Leser, die geneigte Leserin und das geneigte Lesende (gendern nicht vergessen) fragen, was denn wohl passiert sein mag.
Ich kann die besorgten Mienen jetzt aufhellen, nichts schlimmes, aber manchmal packt das Schicksal eben zu.

Doch beginnen wir ganz vorn. Also am heutigen morgen gegen 7:45 Uhr, als ich aus dem Hotel trat und feststellen musste, das der für heute morgen angekündigte Regen bereits Nachts durchgezogen war und das Wetter Anstalten machte, trocken und sonnig zu bleiben. Durchaus eine positive Entwicklung.

Dem aber als Treibstoff der Freude nicht genug.
Als ich in den Frühstücksraum komme, glänzt mir geradezu schelmisch eine Warmhaltevorrichtung entgegen,die im allgemeinen zum Warmhalten von Rührei und gebratenen Köstlichkeiten am Morgen angeworfen wird.
Nach ein paar Tagen mit auf- und abnehmender Frühstücksgüte, bzw. Fülle, was das Angebot herzhafter Dinge angeht, hatte ich auf so etwas schon gar nicht mehr gehofft.
Und die kleine Edelstahlchromhaube blinzelt mir zu und raunt nur für mein Ohr hörbar:
„Komm rüber und schau nach, Fremder.“
Und was soll ich sagen, als ich die „Oberschale“ nach hinten gleiten lasse, finde ich fluffiges Rührei, auf den Punkt gebratene Würstchen und natürlich crossen Speck.
Ein emotionaler Tsunami rollt über mich hinweg. Während ich leise im Frühstücksraum die Worte „Das ich das noch erleben darf“ vor mich hin murmele, schießen mir Freudentränen in beide Äuglein, mit der Heftigkeit von Muttermilch, die den Damen beim ersten Anblick ihres Neugeborenen in die dafür von der Natur vorgesehenen Behältnisse flutet.
Ich sehe nur verschwommen, während ich meinen Teller fülle.
Auch Uli ist angetan, wenn er das auch gut zu verbergen weiß. Aber einmal sehe ich auch ihn schlucken, ohne das er einen Bissen zu sich genommen hätte.
Ich schaffe es nicht einmal, ein Beweißfoto davon zu schießen…….. also von den Speisen, nicht wie Uli schluckt….

Aber, auch wenn die Auswahl noch so groß ist, irgendwann sind wir satt, satteln die amerikanischen Hühner und machen uns auf den Weg, dessen Richtung von Uli gestern noch auf dem TomTom ermittelt wurde und desen Führung er nun übernimmt.
Mein Gott, was der Mann alles tut um bloß keine Spitzkehren mehr fahren zu müssen ………

Aber, auch diese Strecke hat ihre Reize, und so fahren wir an der Tarn entlang, die auf der linken Seite deutlich unter uns liegt, während rechts die Felsen „hochschnellen“ und teilweise über die Fahrbahn hängen.
So führt Uli uns nach Millau, bzw. der dort gebauten Brücke, die eine Meisterleistung der Ingenieur- und Baukunst darstellt. Uli möchte diese Brücke unbedingt noch einmal sehen und gesteht auf dem Weg vom Parkplatz zum Aussichtspunkt, das eben diese Brücke der eigentliche Grund für die Tour war.
Hier wäre der südlichste Punkt und von hier ginge es nach Hause.
Ich gebe zu bedenken, das ich hoffe, seine mentale Leistungsfähigkeit würde jetzt nicht einem zu früh aus dem Ofen genommenen Soufflè gleich in sich zusammenfallen. Uli verneint vehement.
Ich werde trotzdem in den nächsten Tagen meine Ohren offen halten und auf ein leises aber deutlich vernehmbares „pffffffffffff“ achten. Um das Geräusch richtig einzuordnen und von einem körperlichen Druckausgleich am südlichen Ventil zu unterscheiden muss ich allerdings auch noch die Nase einsetzen …. och Gott!

Wie auch immer, Uli freut sich wie anno dunnemals Bolle und wir machen uns zu Fuß, jawohl zu Fuß und Uli geht freiwillig, auf den Weg zum Ausgangspunkt.
Und ich muss gestehen, Uli hat recht. Ein imposantes Bauwerk, wenn ich auch die Länge der mittleren Pylonen nur schwer erahnen kann.

Uli ist, das kann man auf dem u.a. Video deutlich erkennen, sichtlich „gepackt“.

Ein paar Minuten später machen wir uns wieder auf den Weg und Uli führt uns noch ein paar Kilometer, bis seine Bereitschaft, vorne weg zu fahren so langsam erlischt.
Ich übernehme also wieder, allerdings auf der zu Hause berechneten Route.
Und zack, hast Du nicht gesehen, finden wir uns wieder auf kleinsten Straßen, mal mit, mal ohne Spitzkehren. Wir „hangeln“ uns also so durch den Tag. Wenn der Chef von kleinen Straßen genug hat, geht es wieder auf die schnelle Route, wenn er von schnellen Routen die Nase voll hat, geht es wieder ……. man ahnt es.
Schließlich und endlich kommen wir aber gegen 16:00 Uhr in Avignon ab und erreichen unser Hotel nur eine Seitenstraße entfernt von der Stadtmauer.
Das Einchecken erinnert mich dank der „schauspielerischen Leistung“ des Rezeptionisten eigentlich eher an einen Käfig voller Narren, als an eine Hotelrezeption, aber spaßig ist es schon.
Aber sonst, Zimmer, wie bisher fast immer, top und hervorragend recherchiert von unserem Quartiermeister Kurt, der von zu Hause aus dieser Reise folgt.

Abends geht es in leichtem Bieranzug in die Altstadt, zwecks Auffüllung der Flüssigkeitsspeicher und Nahrungsaufnahme. Die Temperatur liegt bei lauschigen 30 Grad, draußen sitzen ist eine Freude, also beenden wir den Tag bei Essen und Trinken auf den Altstadtstraßen von Avignon. Man könnte es schlechter treffen!
Und zwar wenn der Vogel, der im Irish Pub beim letzten Absacker direkt über unserem Tisch auf einer Laterne sitzt, besser treffen würde. Er (oder sie) kackt (anders kann man das nicht nennen) auf unseren Tisch und verfehlt beim ersten Mal sowohl Mensch als auch nach oben offene Getränkebehälter. Beim zweiten Mal erwischt es Uli an der Hand, aber die Getränke bleiben verschont. Damit ist Uli aber immer noch zufrieden. Zitat: „Hauptsache dem Bier passiert nichts!“
Die Kellner sind aber fleißig und säubern den Tisch umgehend……

Während wir gegen 20:30 Uhr im Hotel zu unseren Zimmern gehen, schärft mir Uli völlig unvorbereitet ein, ich möge in im heutigen Reisebericht mal so richtig „auf die Hörner nehmen“.
Tut mir leid, Uli. Ich wüsste nicht, warum ich das tun sollte und mir fielen auf Anhieb viele andere Menschen ein, bei denen ich das angebrachter finden würde. Also bleibt es bei den üblichen Sticheleien…..und die gibt es unaufgefordert…..
…… stay tuned …..

Gesamtstrecke: 335.25 km
Maximale Höhe: 0 m
Minimale Höhe: 0 m
Gesamtanstieg: 0 m
Gesamtabstieg: 0 m
Download file: 22-Frankreich-Tag-06.gpx


Und hier also nun die Brücke von Millau …….

Und hier also nun Uli beim Betrachten der Brück von Millau……

Und hier natürlich, die geneigte Leserschaft wartet sicher schon darauf, ein paar Bilder …..

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