Such den Sack …

Bis zur Rente ....

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Tag 04 oder dem routenden Holländer ist nur hin und wieder zu trauen……

Tag 04 oder dem routenden Holländer ist nur hin und wieder zu trauen……

Aber von vorn.
nachdem Uli gestern dem internationalen Fußball gefrönt und ein Spiel ohne Bayern-Beteiligung aber mit deutschen Trainer gesehen hat, ist er heute morgen zum obligatorischen Packen der Packtaschen (auch eine typisch deutscher Satz…) recht früh und launisch wohlauf unterwegs.
Der Gang ist beschwingt, die Augen sind klar und die Nase ist feucht ……. ne Moment, das ist eine andere Gattung, bitte um Entschuldigung. Nicht das ich noch schreibe, sein Fell glänzt…..

Er ist also, um es kurz zu machen, recht gut drauf.
Das Packen klappt, das Frühstück kann kommen……. und es kommt.

Ich kann die Kamera diesmal früher zücken, ich bin vorgewarnt und tatsächlich gelingt mir ein Schnappschuß des noch nicht „abgeästen“ Frühstückstabletts. Aber, man muss schnell sein, daher ist die Aufnahme vielleicht verwackelt……
Man achte, besonders bei dem hinteren Tablett auf die richtungs- bzw lagemäßig gleiche Anordnung von Wurst, Käse und Baguette, was ein blitzschnelles Belegen des Brotes ermöglicht. Wir merken uns: Effizienz ist, im wahrsten Sinne des Wortes des Ingenieurs täglich Brot!

Wir haben uns entschlossen, dem drogenabhängigen Holländer doch weiter zu folgen und zunächst der vorbereiteten Tour nachzufahren, die uns heute von Bellegarde-sur-Valserine nach Tournon-sur-Rhone in etwas mehr als 6 Stunden über 260km bringen soll.
Die Berechnung der Durchschnittsgeschwindigkeit treibt mir am Morgen den Schweiß auf die Stirn, den Uli aber blitzschnell mit den Worten „Et ess noch immer joht jejange“ und einem Microfasertuch wegzuwischen versteht.
Hin und wieder habe ich dann doch einen Heidenrespekt vor der rheinischen Gelassenheit……..

Wie auch immer, wir machen uns gegen 9:30 Uhr (Dinge spielen sich langsam ein) auf den Weg.
ich fasse 6 Stunden (ohne Pause) hier mal in ein paar Punkten zusammen.

  • Kurvenfahren geht jetzt
  • Pässe rauf geht jetzt
  • Pässe runter geht jetzt
  • Wenden geht jetzt
  • Kurven fahren wie Wenden geht jetzt

Es ist kaum zu glauben, was der bekiffte Gouda-Jünger da zusamnmengerechnet hat, aber, wie schon oben erwähnt, wir folgen stur.
Aber, das muss man natürlich auch sagen, wir sehen etwas von der Gegend. Kein Wunder, umrunden wir doch jede Milchkanne an der Straße mindestens einmal. Wobei, Kreise ziehen wir heute nicht.

In der Galerie am Ende sind alle Eindrücke zusammengestellt. (Aber bitte jetzt nicht „vorspulen“!)

Die Straßen variieren wieder von 4-spurig bis 1-spurig mit Hupe vor Kurve (vorsichtshalber), von „Hier fahen alle“ bis „hier fährt keiner außer uns“.
Und so spulen wir die Kilometer mal tapfer mal mit hochgezogenen Augenbrauen ob der Landschaft ab und erfreuen uns an fast wolkenlosem Himmel und Natur pur.

Das uns der Käseblock 2 mal verkehrt herum in eine Einbahnstraße schicken will und die meisten der angezeigten Tankstellen schon längst aufgegeben worden sind, führen wir auf die Verunreinigungen im Hanf zurück.

Aber irgendwann geht jede Tageetappe zu Ende, die Kräfte schwinden und auf ein paar Kilometern Schnellstraße zum Schluß kommen wir unserem Etappenziel näher. Zuletzt landen wir, nach ein paar Kilometern moderner Stadt offensichtlich im Altstadtviertel, das freundlicherweise neben unserem Hotel auch einige Bars und Restaurants in fußläufiger Nähe (bei Uli sind das knapp 20m) aufzuweisen hat.
Wir checken im Hotel ein, dem augenscheinlich ältesten Gebäude am Platz und stellen fest, das die Zimmer sicher nicht hochmodern aber umso charmanter sind. Man richtet sich also ein. Dem Maitre haben wir bei Ankunft schon signalisiert, das wir abends bei ihm im Restaurant essen wollen.
Da die Franzosen aber eher spät zu Abend essen, ziehen wir uns um und erkunden die Nahe Umgebung (tatsächlich mehr als 20m), die aus der Marina und einer Ansammlung von Bars und Restaurants besteht.

In einer Bar entdeckt Uli Bier „pression“ also unter Druck gezapft. Sein Denken setzt aus, das Kleinhirn gewinnt die Oberhand und wir lassen uns für 2 Biere (jeder, so leicht kommt man aus der Nummer nicht raus) an einem Tisch im Außenbereich nieder. Und so vergeht die Zeit dann deutlich viskoser, als beim Sitzen auf der heißen Herdplatte ……

Da unser Gastgeber den Ofen erste gegen 19:00 Uhr anwirft gehen wir noch kurz auf unsere Zimmer und treffen uns dann um 19 Uhr draußen vor dem Hotel/Restaurant wieder.
Und , hast Du nicht gesehen, der Laden ist sehr gut besucht. Uns egal, man hat uns einen Tisch reserviert und wir genehmigen uns ein a la carte Essen französischer Bauart, nachdem wir die Angebote mit Hilfe von Google übersetzt haben und somit wenigsten das verarbeitete Tier ermitteln konnten.
Uli hatte ein Steak, ich etwas von der Ente (ich möchte gar nicht wissen was, es war ausgesprochen lecker) und Uli bestätigt meine Meinung.

Wir gönnen uns noch zum Abschluß etwas Hochprozentiges.
Uli braucht es wieder kompliziert, eine Wiiliams, auf französisch ein eau-de-vie de poire (das sind 5 Worte für einen Schnaps!).
Ich begnüge mich mit einem schlichten Pastis und erfahre jetzt endlich, viele Jahre nachdem ich dieses Anisgetränk als meinen Favoriten erkoren habe, wie er in einem französischen Restaurant serviert wird.
Also quasi Bildungsurlaub!

Alles in allem ein gelungener Tag und ein eben solcher Abend. das kann so weitergehen.
und nun, für die „Daheim Gebliebenen“ ein paar Bilder zum neidisch werden ……….

Hier ein Video vom Col de Columbier. Achtung, Spoiler, zum Ende des Videos läuft der Chef durchs Bild. Er will sich von der Arbeit seiner Angestellten überzeugen……

Wo gehts denn lang jetzt ……..

Gesamtstrecke: 257.61 km
Maximale Höhe: 0 m
Minimale Höhe: 0 m
Gesamtanstieg: 0 m
Gesamtabstieg: 0 m
Download file: 22-Frankreich-Tag-04.gpx

So, aber jetzt die Bilder……. stay tuned….

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