Such den Sack …

Bis zur Rente ....

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Tag 02 oder 8 Stunden sind 1 Schicht…….

Tag 02 oder 8 Stunden sind 1 Schicht…….

Wer sich nun fragt, wie der Schreiber nun wieder auf diesen Titel gekommen ist, relativ einfach.
Wir waren heute knapp 8 Stunden unterwegs, mit insgesamt nicht mal 1 Stunde Pause und Uli und ich, im Schnitt 67 Jahre jung sind der Meinung, wenn das nicht nur über Feld-, Wald- und Wiesenwege führt, wie es uns der fahrende Holländer vorgeschlagen hat, sondern auch über Passstraßen, den Hügel rauf und runner, dann muss man sich nicht schämen, wenn man zum Ende hin Rücken und Pobacken merkt.

Doch erst einmal zur Chronistenpflicht und das Fühstück heute Morgen gedanklich Revue passieren lassen.
Mengenmäßig so einwandfrei, das wir uns unverschämterweise ein paar Stullen für unterwegs schmieren und vom freundlichen Personal sogar ein paar Brottüten bekommen um die Verpflegung vernünftig zu verstauen und nicht wie anno dunnemals die Tartaren unter dem Sattel zu zerreiben. Inhaltstechnisch gerne gute Hausmannskost, also, wie wir einstimmig meinen, mit 17,50€
zwar immer noch zu teuer, aber das „zu“ ist dann nicht mehr ganz so groß.
Alles in Allem eine interessante Anschauung in Sachen Angebot und Nachfrage. Sollte ich aber noch einmal in die Richtung kommen, würde ich sicher eine Unterkunft im Tal wählen…. weil, mehr Angebot und weniger Nachfrage.

Aber jetzt mal zum unangenehmen Teil.
Kurt hat uns heute morgen verlassen, der Quartiermeister ist nach Hause gefahren. Schweren Herzens hat er zugeben müssen, das er und die Royal Star nicht miteinander harmonieren. Und angesichts der kommenden Strecken (siehe oben, Passstraßen, Feld-, Wald- und so weiter) hatte er nach dem gestrigen Tag kein gutes Gefühl. Respekt für die Entscheidung, denn sicher wäre er gerne mitgefahren und ich muss sagen, Uli und ich, wir hätten ihn gern dabei gehabt.
Uli fehlt jetzt ein Zivi und mir ein Kollege (muuaahahaha). Ich werde mir aber Mühe geben….versprochen.

Gegen 9:30 Uhr geht es also auf die Strecke. Für Uli und mich nach rechts, weiter dem fahrenden Holländer nach, für Kurt nach links, auf die Autobahn und dann Richtung Heimat. Und, achtung Spoileralarm, er ist dort ein paar Stunden später auch wohlbehalten angekommen. So weit so gut….

Uli und ich spulen also einen Kilometer nach dem anderen ab. Die Tagesetappe ist ca 320km lang und soll knapp 7 Stunden dauern.
Irgendwie merken wir im Laufe der Zeit, das der Holländer wirklich keine Gelegenheit auslässt uns in die Walachei zu lotsen. Und so fahren wir auf asphaltierten Straßen, die aber kaum breiter sind als ein PKW durch den dunklen Tann. Durchaus erbauend. Als wir dann aber rechts abbiegen sollen um auf einer Straße, die eigentlich nur aus 2 Spuren für einen PKW besteht, mit hochgewachsenem Gras dazwischen weiter zu fahren, traue ich der Drogenfreiheit des Holländers nicht mehr und verweigere ihm die Gefolgschaft. Wir drehen und siehe da, es geht auch besser.

Unterwegs legen wir natürlich irgendwo in der tannenbedeckten Einsamkeit eine kurze Pause ein, um die mitgebrachten Stullen als Pausensnack zu verzehren. Nach 250 Kilometern in ???? finden wir auch eine Tankstelle, sowohl für Sprit, als auch für Bargeld.
Nachdem wir gestern nicht mit Karte zahlen konnten, decken wir uns vorsichtshalber mit etwas Papiergeld ein.

Den Rest der Tour lasse ich von da aus neu berechnen um einfach etwas zügiger voranzukommen.
Und siehe da, das klappt. Gegen 17:30 Ubr laufen wir im Industriegebiet von Bessoncourt auf, beim B&B-Hotel. Ähnlich spartanisch, aber deutlich günstiger.

Uli hat, dafür hat er echt ein Auge, im Rezeptionsbereich einen Zapfhahn entdeckt und fragt im gebrochenen Franzglisch ob der auch krähen könnte. Man bejaht oder vielmehr beouit und zack, keine Fentosekunde später (ca. 30 Minuten sind in diesem Fall 1 Fentosekunde) sitzen wir in der Rezeption/ dem Frühstücksraum mit einem kühlen Bier. Werden dann derer 2 (pro Person natürlich, hallo, wir sind erwachsen!), aber egal.
Wir bekommen noch den Hinweis, das ein paar Meter entfernt eine Pizzeria ist.
Ich schnalle also Uli, den Bewegungslegasteniker auf den Rücken und wir finden uns gegen 18:15 Uhr in dem Etablissement wieder. Bevor ich mich setze, habe ich Uli natürlich abgeschnallt, wie sieht das denn sonst aus und Essen würde auch schwierig.
Leider, so bekommen wir schwerlich heraus, macht die Küche erst gegen 19 Uhr auf, was dann für a la carte ca. 19:30 Uhr bedeutet, bis die ersten Speisen herausgebracht werden können.
Zu lang für Uli. Man bietet uns daher eine Lasagne an, mit Salat, die könne schon vor 19 Uhr serviert werden.
Also gut, Lasagne soll es sein. Ich nehme einen Salat dazu, Uli nicht. Aber, Verena, ich hab ihn zu 2 Gabeln gezwungen, wirklich……..

Naja, und so geht der Tag dann auch langsam zur Neige. Uli nimmt die letzten Meter zum Hotel alleine, da ich noch kurz abbiege und im nahe gelegenen Supermarkt ein paar einfache Snacks für morgen Mittag besorge und nicht zuletzt meinen Urlaubsdrink, eine kleine Flasche Pastis, die auch jetzt gerade vor mir steht und deren Inhalt das Schreiben doch deutlich viskoser gestaltet.

Und daher, zu guter letzt noch die Bilder vom heutigen Tage und die geplante Tour, die wir auch fast so gefahren sind…….
Stay tuned ……

Gesamtstrecke: 326.47 km
Maximale Höhe: 0 m
Minimale Höhe: 0 m
Gesamtanstieg: 0 m
Gesamtabstieg: 0 m
Download file: 22-Frankreich-Tag-02.gpx

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